Soester Anzeiger, Herbst 2004

Akkordeon-Musik an gesunder Salinen-Luft

Orchester aus Lünen trotzte am Samstagnachmittag den dunklen Wolken
Unterhaltung im Kurpark war für die zahlreichen Besucher eine willkommene Abwechslung

WERL • Akkordeon-Musik mit Salz-Geschmack - diese Kombination zog am Samstagnachmittag so manch einen Zuhörer in den Kurpark. Ein buntes Repertoire an Musik zusammen mit gesunder Salinen-Luft? Das gibt's eben nicht jeden Tag. Ein kultureller Höhepunkt der ganz besonderen Art also, der den Werlern am Wochenende mitten in Werls grüner Lunge geboten wurde. Und dabei sah's erst gar nicht so gut aus, für den Auftritt des Akkordeon-Orchesters Lünen: Der Himmel wurde dunkler, der Wind nicht weniger. Die Musiker allerdings trotzten diesen Anzeichen für schlechtes Wetter und stellten ihre Stühle und Notenständer auf. Und sie behielten Recht. Pünktlich um 16 Uhr ging's los. Wer von den Zuschauern sich von vornherein vorgenommen hatte, dem Konzert im Freien zu lauschen, und wer sich einfach spontan dazu stellte, ließ sich hinterher nicht mehr sagen.
Wohl aber, dass die Methode "Aufbauen und Losspielen" eine

sehr effektive ist, fanden sich doch nicht nur begeisterte um die 18 Musizierenden und ihren Dirigenten Andreas Patschinsky ein, sondern verfolgten auch viele Spaziergänger von den Parkbänken an Saline und Wegen das musikalische Treiben. Der Premierenauftritt im Werler Grün überzeugte durch eine bunte Vielfalt, das durch ein Schlagzeug unterstützte Akkordeonorchester verbreitete gute Laune. Ob Themen aus Musicals, wie "Das Phantom der Oper", "Cats", oder auch der Tango "Blauer Himmel". Die Melodien des Traumschiffs oder auch der Samba Negra lockten mehr und mehr Passanten an, genauso wie das lateinamerikanische Lied "Copacabana".
Ein erneuter Auftritt an der frischen Salzluft wäre für die Akkordeonfreunde gut denkbar, ermöglicht worden war die Premiere durch den Kulturverein und die Musikschule, die Kontakte zu den Musikern aus Lünen knüpften. Maren Fester

Das Akkordeon-Orchester Lünen bot ein Konzert unter freiem Himmel.

Foto: Fester

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